Geist und Schöpfung – zwischen diesen beiden großen Glaubensthemen stehen die Leiden und die Herrlichkeit. Keine leichte Lektion, aber eine (ge)wichtige. Paulus führt uns mit diesem Satz auf einen orientalischen Markt. An jedem Stand steht eine Balkenwaage. 

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So wie die Waren auf die Waagschale gehäuft werden, häufen sich die Leiden in unserem Leben und drücken uns tief nach unten. Bedrohlich tief senkt sich manche Schale. Doch dann legt der Händler den Gewicht-Stein in die andere Schale. Die Proportionen verändern sich. Der Gewicht-Stein wiegt viel schwerer. 

Was hat Herrlichkeit mit einem Gewicht–Stein zu tun? Herrlich ist doch das, was unser Leben leicht macht und unbeschwert. Oder? Das hebräische Wort für Herrlichkeit „Kabod“ hilft uns weiter. Herrlichkeit hat Gewicht. Man kann es ganz einfach mit "Schwere, Gewicht" übersetzen. Herrlichkeit ist nicht einfach Glanz und Glitzer, sondern das, was unserem Leben Gewicht gibt, was es gewichtig macht. 

In Herrlichkeit steckt das Wort Herr. Jesus Christus ist unser Herr. Er sagt uns immer wieder, dass seine Leute da sind, wo er auch ist. Er, unser Herr, ist bei den Leidenden. Da drückt das Gewicht von Not und Leid die Waagschale tief nach unten. Schmerz wird nicht immer gleich weggenommen. Aber jede Begegnung mit ihm gibt unserem Leben Gewicht, und viele können gerade in schweren Stunden bezeugen: „Wir sahen seine Herrlichkeit.“ Dies ist das entscheidende Gegengewicht. 

Schwer lastet Schuld in der Waagschale. Zwei schwere Holzbalken werden in die andere Schale gelegt und wir begreifen: Schuld wird nicht einfach weggenommen, sondern aufgewogen und somit durch die Liebe von Jesus auf Golgatha überwunden.

Schwer belastet Ungerechtigkeit den Frieden. Und die Schriften der Bibel bezeugen, dass nur einer das letzte Wort hat: Jesus Christus, unser Herr. Am Ende hat nur noch sein Wort Gewicht. 

Schwer und tief drückt uns die Angst vor dem Tod nach unten. Und nun legt sich auf die andere Waagschale der Grabstein, der am Ostermorgen vom Grab weggewälzt wurde. 

 ist Herrlichkeit, in Ewigkeit. Wir wollen einfach da sein, wo der Herr ist. 

Mit herzlichem Gruß

Euer Pastor Willi Müller

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