Epheser 2,8 "Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es."

Aus den siebziger Jahren stammt der Slogan: „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ Wenn keiner hingeht, dann findet der Krieg also gar nicht statt. Und damit haben wir es selbst in der Hand, ob Krieg herrscht oder nicht.

Stell dir vor

„Stell Dir vor, es gibt Gott und keiner glaubt an ihn!“ So lässt sich in Anlehnung an den Slogan formulieren, was vlt. manche Menschen über Gott denken. Wenn keiner an ihn glaubt, dann gibt es Gott auch nicht. Wenn das stimmt, haben wir es selbst in der Hand, ob Gott über uns herrscht oder eben doch nicht. Denn die Idee, dass es Gott gibt, wäre nichts weiter als ein menschliches Konstrukt.

Für mich ist es faszinierend, dass die Aussage im Epheserbrief diese Vorstellung als falsch entlarvt und somit beantwortet. Paulus sagt, dass der Glaube an Gott eben kein menschliches Machwerk ist. Im Gegenteil, in den vorangehenden Versen argumentiert er, dass der Mensch von sich aus geistlich tot ist, das heißt, unfähig, eine Beziehung zu seinem lebendigen Schöpfergott zu haben. Glaube an Gott kommt ihm nicht in den Sinn, weil er nur an sich denkt. Fehlender Glaube an Gott ist geradezu Zustand der gefallenen Schöpfung.

Hört Gott auf zu existieren, wenn keiner an ihn glaubt? Nein! Vielmehr hört der Mensch auf, Mensch zu sein, wenn er sich ganz von Gott entfernt. Die Geschichte der Menschheit lehrt, dass von Gott gelöstes menschliches Leben sich selbst ruiniert. Schwache und Benachteiligte werden brutal unterdrückt und ermordet. Die Starken nehmen sich, was sie kriegen können. Angst, Schrecken und Gewalt machen sich breit.

Und trotzdem lebt Gott und gibt seine geliebte Menschheit nicht auf, auch wenn Menschen ihn immer wieder ausklammern. Gott braucht ihren Glauben nicht, um zu sein. Aber das ist nicht alles. Weil Gott seine Menschen liebt, setzt er alles daran, dass sie wieder liebevolle Beziehungen zu ihm knüpfen können – er geht ihnen nach.

Durch Leben, Tod und Auferstehung seines Sohnes Jesus Christus sorgt er dafür, dass seine Menschen ihre Menschlichkeit bewahren und leben können. Auch der Glaube ist letztendlich Geschenk Gottes, denn von selbst aus sind die Menschen unfähig zu glauben.

Und so ist die beste Nachricht der Welt wohl diese, dass Gott seine Menschen nicht ihrer Gottesferne überlässt. Aus Liebe zu uns ist er in diese Welt gekommen, um zu zeigen, wie er ist und wie wir sein sollten. Aus Gnade schenkt Gott uns Glauben, damit wir in der Beziehung zu ihm heil werden und wirklich menschlich miteinander leben können.

Stell Dir vor, es gibt Gott und keiner glaubt an ihn. Dann geht er seinen Menschen nach und schenkt ihnen die Möglichkeit zu Glauben, damit sie leben können. Gemeinsam und in Liebe mit ihm und miteinander. Was für ein wunderbarer Gott!

Pastor Willi Müller

VisioM über die Medienarche "Dem Zufall sei Dank"

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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