Wie es ist, Durst zu leiden, weiß jeder Mensch. Nicht nur rein wörtlich, sondern auch im übertragenden Sinn leiden wir, wenn wichtige Dinge, die zum Leben benötigt werden, fehlen. Dazu gehören nicht nur Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf, sondern auch familiäre, partnerschaftliche und freundschaftliche Beziehungen. Wir erleben uns als durstig an Leib und Seele und suchen nach einer Quelle, die diesen Durst stillen kann.
Wir denken auch an Menschen, die in Armut leben – bei uns in Deutschland und in anderen Teilen der Welt. Es gibt Regionen ohne ausreichende Gesundheitsversorgung, wo seit Jahren Terror und Krieg herrschen. Menschen haben Durst nach Frieden, nach medizinischer Versorgung, nach einer Lebensgrundlage und besseren Zukunft für ihre Kinder.

Sogar in Deutschland leiden Menschen Mangel, selbst wenn die Rahmenbedingungen auf den ersten Blick zu stimmen scheinen. Mangel und Bedürftigkeit haben viele Gesichter. Manche Menschen gehen an ihrer Beziehungslosigkeit zugrunde. Manche leiden an dem Mangel, sich mit ihren Gaben sinnvoll in der Gesellschaft einbringen zu können. Andere Menschen mit nur begrenzten Möglichkeiten leiden an fehlender gesellschaftlicher Teilhabe.


Viele haben Sehnsucht und Durst nach gelingendem Leben, nach tragfähigen Beziehungen, nach Glück, nach Angenommensein. Denn jeder Mensch hat das Bedürfnis wahrgenommen und so angenommen zu werden, wie er ist. Von den eigenen Eltern, von den Geschwistern, dem Partner, den eigenen Kindern, Freunden, Arbeitskollegen und Nachbarn. Angenommen mit all seinen Stärken und trotz aller Schwächen; und zwar nicht nur vorübergehend, wenn etwas besonders gut gelingt.
Gott ist es, der uns durch Jesus Christus annimmt; mit all unseren Stärken und trotz all unserer Schwächen. Durch Jesus Christus ist für uns die Quelle des lebendigen Wassers erschlossen worden und für allezeit zugänglich. Der Glaube an ihn stärkt uns und stillt unseren vielfachen Durst.
Und das Großartige: Wir Menschen müssen nichts tun, um von Gott das lebendige Wasser zu erhalten. Es ist umsonst und hat doch unendlichen Wert. Es ist wie ein funkelnder Juwel, teuer und kostbar. Wir sind Empfänger, es ist Gottes Geschenk an uns und hat Folgen für unser Leben. Wir können es auch weitergeben, indem wir unsere Gaben und Talente für andere Menschen einbringen und versuchen, das Leben in der Familie, in den Freundeskreisen, im beruflichen Umfeld, in der Gemeinde und auch in der Gesellschaft nach seinem Willen auszurichten.
Denn da, wo Gottes Quelle uns nährt, kann Feindschaft, Hass und Egoismus nicht gedeihen, denn aus ihr entspringen Liebe, Geduld, Gerechtigkeit und Hoffnung.
Für das Jahr 2018 wünsche ich uns allen ein gutes, gesegnetes Jahr. Möge es uns gelingen, Kraft, Zuversicht und Mut aus der Quelle des Lebens zu schöpfen.

In herzlicher Verbundenheit

Pastor Willi Müller

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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