Weltgebetstag aus Surinam am 2.März 2018
Christuskirche Leverkusen

„Sing dir meine Lieder, Gott, du Schöpferin unsrer Welt“. Dieses neue Weltgebetstagslied, gesungen nach der Predigt von Pfarrer Engels in der Christus Kirche, fasste noch einmal das von den Frauen aus Surinam erarbeitete Thema des Weltgebettagsgottesdienstes zusammen: „Gottes Schöpfung ist sehr gut.“ Karte Surinam
Surinam ist zwar das kleinste, aber eins der vielfältigsten Länder Südamerikas. Über 90% des Landes sind von Regenwald aus 1000 verschiedenen Baumarten bewachsen. Diese Vielfalt der Schöpfung Gottes wurde in der Liturgie des Weltgebetstages vorgestellt und wiederholt mit dem Lied besungen: „Seht, alles, was Gott gemacht hat, ist wunderbar, ja sehr gut.“


Eingeschlossen in das Lob der Schöpfung Gottes sind auch die Menschen in ihrer Vielfalt in Surinam. Es sind die Menschen, die schon immer im Land wohnten, und die, die in der wechselvollen Geschichte aus allen vier Kontinenten der Erde ins Land kamen: aus Afrika die früheren Sklaven, aus Europa die früheren Kolonialherren, aus Asien (Indien und Indonesien) die billigen Arbeitskräfte. Sie alle haben ihre Kulturen, Religionen und Sprachen mitgebracht, aber sie nennen sich heute „Moksi“, das heißt „gemeinsam“. Sie alle kamen im Gottesdienst zu Wort und lobten Gott für seine vielfältige Schöpfung in der Natur und der Gestalt der Menschheit.


Diese Gemeinsamkeit der Vielfalt brachte die erste Sprecherin im Gottesdienst auf den Punkt: „Wir danken Gott für das wunderschöne Land Surinam – ein Land mit unvorstellbaren Reichtum an Pflanzen und Tieren, mit einer Vielfalt von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die miteinander in Frieden leben können.“
Das war gleich zu Beginn ein starkes und selbstbewusstes Zeugnis des Glaubens, dass die Frauen aus Surinam uns in Europa geben: „Wir können miteinander in Frieden leben!“ Wir in Europa können von ihnen lernen, unsere Furcht vor fremder Zuwanderung zu überwinden, wenn wir uns alle als Zugehörige zu der einen guten Schöpfung Gottes anerkennen würden und den heute so populären Rückzug auf die Identität als Nation überwinden könnten.

Weltgebetstag aus Surinam
Auch ihre Sorgen und Ängsten brachten die Frauen aus Surinam in ihren Gebeten zur Sprache: Die Sorge, die Erde für diejenigen zu erhalten, die nach ihnen kommen, denn das Wirtschaftswachstum um jeden Preis gefährdet die Zukunft der Erde. Sie dachten in ihren Gebeten an die Menschen, die an der Küste leben und deren Lebensraum durch den Meeresspiegel gefährdet ist. Sie beteten für ihre Jugend, dass sie über all einen Zugang zu guten Schulen haben. Ihre Gebete waren eingerahmt von dem Fürbittelied: „Du, unser Gott, erhöre unser Gebet.“


Am 2. März 2018 gingen diese Gebete der Frauen aus Surinam einen ganzen Tag lang rings um die Welt. Überall auf der Welt stimmten die Beter mit ein in das Lob der guten Schöpfung und der Bitte um Bewahrung der Schöpfung. Überall auf der Welt wurden die Stimmen der Frauen aus Surinam vernommen und aufgenommen in einem Gottesdienst vor Gott. Die Kollekte am Ende des Gottesdienstes ergab rund 700 Euro für das umfangreiche Hilfsprogramm des Weltgebetstages für Frauen in aller Welt.


Wir danken besonders den Frauen der Evangelischen Christus Kirche, die in diesem Jahr diesen weltweiten ökumenischen Gebetstag in ihrer Kirche ausrichteten und uns zum anschließenden Kaffee und Kuchen und einem Gericht aus Surinam „Moksi Alesi“ (gemischter Reis mit Salzfleisch und Garnelen) eingeladen haben.
Der Weltgebetstag, den die Frauen aus den katholischen, evangelischen und freikirchlichen Kirchen gemeinsam gestalten, ist eine der wenigen ökumenische Gottesdienste, die wir in Leverkusen feiern. In einer stärkeren ökumenischen Gemeinsamkeit in unserer Stadt könnten wir Christen den Menschen heute mit der Botschaft von Jesus Christus auf dem Weg des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt dienen.

Hildegard und Edgar Lüllau

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