Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht (Hebräer 11,1).

„Ich glaube nur, was ich sehe“. Dieser Satz führt heute schnell in die Sackgasse, denn unsere Welt ist voll von rasant ablaufenden Bildern und Filmmaterial.  Auch mit dem Smartphone lassen sich Bilder genauso schnell verändern, wie sie geschossen sind. Was man sieht, muss nicht unbedingt die Wirklichkeit wiedergeben. 

Ein anderer Satz heißt: „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.“ Auch dieser Satz stammt aus einer Zeit, die überholt ist. Früher war ein schriftliches Dokument hochverlässlich, es hatte Beweiskraft und war schwer zu fälschen. 

Mit den neuen Medien hat sich das relativiert. Ein Dokument zu erstellen und im Internet zu verbreiten, ist kein Problem. Es ist fraglich geworden, was eigentlich die Wahrheit ist. Und somit ist es kein Zufall, dass wir von „Fake News“ hören – Nachrichten, die erfunden sind. Worauf kann man sich wirklich verlassen? 

Diese Frage hatten sicher auch die Christen, an die dieser Brief gerichtet ist. Vielleicht hat sich aufgrund der brüchig gewordenen Wahrheit – „man sieht ja nichts“ – eine Glaubensmüdigkeit eingestellt. Die anfängliche Begeisterung ist nicht mehr zu spüren, Christen verlassen die Gemeinde oder bleiben den Gottesdiensten fern. 

Der Verfasser des Hebräerbriefes will die erschlafften Hände und wankenden Knie (Kapitel 12,12) stärken, das erlahmte Feuer des Glaubens entfachen, die enttäuschten Seelen  stärken und Hoffnung neu wecken. 

Der christliche Glaube ist eine Lebenshaltung von lebendiger Hoffnung. Diese Hoffnung, richtet sich auf den Kern der göttlichen Verheißung, die Wiederkunft von Jesus Christus. Das kann man weder sehen noch beweisen. Aber im Festhalten an dem, was man nicht sieht, liegt eine großartige Verheißung. 

Der Verfasser erinnert beispielhaft an die Vorbilder des Alten Testamentes, wie sie durch den Glauben Kraft in scheinbar ausweglosen Situationen bekommen haben. Viel Gutes ist in der Geschichte durch den Glauben geschehen. Es sind Geschichten von Gott und wie er Menschen begleitet. Sie helfen uns, unsere Gegenwart zu deuten. Wenn der eigene Glaube müde wird, wenn die Hände schwach werden, dann sind die biblischen Bilder und Geschichten eine Hilfe. Sie erinnern uns daran, dass Zweifel und Fragwürdigkeit zum Glauben und Leben dazugehören. Die Wolke der Zeugen, von denen der Hebräerbrief spricht, bestärkt uns, diese Widersprüchlichkeit anzunehmen. Im Licht der Verheißung ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint, denn der Glaube richtet sich ja gerade auf das, was man nicht sieht. 

Mit herzlichen Grüßen 

Euer Pastor Willi Müller

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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