„Was ist das für ein Mann,
dass ihm Wind und Meer gehorsam sind?“


Matthäus 8, 18-27 / Eine Bibelarbeit in Zeiten der Pandemie.

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In Zeiten kollektiver Gefahr, die jeden treffen kann, kommt alles auf eine kollektive Anstrengung an, um gemeinsam zu überleben. Wir sprechen dann davon, dass „wir alle in einem Boot sitzen“. Dieses Bild aus der Seefahrt kennen schon die Evangelien von Jesus: Die Sturmstillung Jesu in Matthäus 8,18-27; Markus 4,35-41; Lukas 8,22-25. Schon im frühen Mittelalter wurde diese Stillung des Sturms auf dem See in Evangelienbüchern bildlich dargestellt als Symbol für die Bedrohung der Kirche im Laufe ihrer Geschichte. Siehe die bekannteste Darstellung der Sturmstillung im Hitda-Codex (ungefähr um 1000 n. Chr.) Link:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Hitda-codex.jpg. Jesus, auf einem übergroßen Kissen schlafend, wird von den im Boot verzweifelt mit dem Sturm kämpfenden 
Jüngern zum Handeln aufgeweckt.

„Wenn du aber betest,
so geh in dein Kämmerlein
und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater,
der im Verborgenen ist;
und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.“ Matthäus 6,6 

Beten03.2020

Es ist jetzt die Zeit „in das Kämmerlein zu gehen“, so dachte ich am Montag (15.3.2020), als die Bundeskanzlerin verkündete, dass ab sofort Gottesdienste in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Räumlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften verboten sind. Noch nie ist in der fast zweitausend Jahre langen christlichen Geschichte Europas ein solch generelles Gottesdienstverbot für alle Menschen ausgesprochen worden. 

 

 „Es ist mir sehr angst, 

aber lass uns in die Hand des HERRN fallen,

denn seine Barmherzigkeit ist groß,

ich will nicht in der Menschen Hand fallen.“

König David zum Seher Gad in 2. Samuel 24,14

 

„Es ist mir sehr angst, …“ antwortet der König David dem Seher [Propheten] Gad.

Das Coronavirus macht uns allen angst und wir bleiben zu Hause, auch am Angst 1Sonntagvormittag zur sonst gewohnten Gottesdienstzeit. Die schlechten Nachrichten überschlagen sich in den letzten Tagen. Keiner weiß, wie es weitergehen wird.

Krieg gegen unsichtbaren Feind", lautet treffend der Titel eines Interviews des Kölner Stadtanzeigers von heute mit einer Ärztin aus Parma, Italien. Sie schildert ihren dramatischen Kampf gegen die Krankheit im Krankenhaus, berichtet von den drastischen Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens und deutet die aktuelle Lage in ihrem Land als Krieg gegen einen unsichtbaren Feind. All dies sagt sie aus Sorge, dass wir in Deutschland auf die Herausforderung durch das sich verbreitende Virus zu spät reagieren könnten.

Unsere Gemeinde ist bunt und lebendig: wir sind Kinder, im Berufstätigen-Alter und Senioren; wir sind mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen oder kommen aus anderen Ländern. Uns alle eint die Gemeinschaft als Kinder Gottes – Menschen, die Jesus Christus vertrauen. – Wir sind: Einheit in Vielfalt.

„Der Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“

Grenzen und Möglichkeiten kirchlicher und staatliche Würdigung

von Konversions- und Flüchtlingsbiografien

Fünf deutsch-persische Zeugnisgottesdienste, vom Pfingstgottesdienst bis zum AbendmahlsgottesdienstIran Deutschland im November, haben wir im Jahr 2019 in der Gemeinde erlebt. Unsere iranischen Geschwister haben uns dabei Anteil gegeben an ihrem Glaubensweg, der deshalb ein besonderer ist, weil ihr neuer Glaube an Jesus fluchtauslösend war. Vielleicht haben wir es auch so erlebt: Flüchtlingskonversionen sind Glaubensbiografien, die mit unseren europäischen Glaubensgeschichten nicht immer deckungsgleich sind. Es wurden uns Glaubenswege erzählt, die wir, aufgewachsen vielleicht in einer christlichen Familie und Gemeinde, aber gewiss in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft, selbst nicht gehen mussten, die uns nicht zugemutet wurden. Das persönliche Christwerden in der religiösen Sozialisation einer Baptistengemeinde ist etwas anderes als Christwerden in einem Kontext, der familiär und staatlich in der Weise islamisch geprägt ist, dass jede Hinwendung zu einem neuen Glauben als ein verbotener Abfall geahndet wird.

Nicht umsonst wird der Kinderglaube mit seinem unverbrüchlichen Ur-Vertrauen hervorgehoben. Ein Glaube, den nur die Kinder haben, die das Glück eines behüteten Aufwachsens erfahren und deren Vertrauen noch selten enttäuscht wurde.

Sonntagstreff Logo

Nachdem Olga unsere Gäste begrüßt hat, spricht sie ein Gebet. Neben ihr stehen zwei große braune Tüten und ich bin schon ganz gespannt, was Olga damit vorhat. Haben heute vielleicht einige Leute Geburtstag? 

Nein, es sind Danke-Schön-Geschenke für drei Personen. Das erste wunderschöne Alpenveilchen bekommt unsere Rosi. Sie ist seit vielen Jahren als Gast bei uns und wischt regelmäßig nach dem Essen alle Tische ab.

Den zweiten Topf bekommt Werner, der seit langer Zeit die Theke bedient und außerdem regelmäßig viele Brote für alle Gäste schmiert, damit wir ihnen etwas mit auf den Weg geben können. 

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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